Mal anders

Am 28.1. fand zum 4.Mal ein Antirassismustag an der Öje statt. Über 40 Coaches sind für diesen Tag an unsere Schule gekommen und haben in den einzelnen Jahrgängen zum Thema Diskriminierung und Rassismus gearbeitet. Auf die Frage, was unsere Jugendlichen mitgenommen haben, kamen ganz unterschiedliche Antworten: „Ich habe gelernt, dass Teamwork echt wichtig ist!“, „Ich habe gelernt, wie wir miteinander umgehen sollen!“ oder „dass Juden, Sinti und Roma während des Zweiten Weltkrieges verfolgt wurden“ oder „dass Juden heute immer noch viel hate bekommen, weil sie immer mit Israel in Verbindung gebracht werden“.

Viele SchülerInnen waren sich einig, dass der Tag „sehr viel Spaß gemacht hat und sie viel dazugelernt haben.“ „Die Menschen, die uns das erklärt haben, haben das sehr gut gemacht.“ Es war mal ein ganz anderer Tag, an dem nicht Deutsch, Mathe, Englisch und die anderen Fächer im Vordergrund standen, sondern sich alle zusammen mit Ausgrenzung und Diskriminierung beschäftigt haben und an dem es um das „Wir“ ging. Wie schaffen wir es als Schulgemeinschaft, freundlich und respektvoll miteinander umzugehen?

Aber warum gibt es diesen Tag eigentlich an unserer Schule? Vor einigen Jahren hatten sich manche SchülerInnen beschwert, dass sie in ihrer Klasse ausgegrenzt werden, dass andere ihnen ihre Religion aufzwingen wollen oder Wörter sagen, die man nicht sagt. Einige SchulsprecherInnen und SchülerInnen waren dann zusammen bei einem Tag gegen Ausgrenzung (Iday) im Lehrerinstitut. Und danach wollten sie unbedingt, dass es so einen Tag auch bei uns an der Schule geben sollte, damit gegenseitiges Verständnis und das Miteinander an der Stadtteilschule Öjendorf wachsen kann. Unsere Schulgemeinschaft soll durch den Antirassismustag die Möglichkeit bekommen, über den eigenen Tellerrand zu schauen und sich für neue Wertevorstellungen und Lebensansichten zu öffnen.

Wenn SchülerInnen sich wünschen: „Bitte, ich will diesen Tag nochmal,“ dann ist das ein schönes Feedback und ich hoffe, dass wir 2027 den nächsten Antirassismustag zusammen erleben können.

Unser großer Dank geht an folgende Stiftungen, die durch ihre finanzielle Unterstützung die Durchführung dieses Tages erst möglich gemacht haben. Danken möchte ich der Zeit Stiftung Bucerius, der Preuschhof-Stiftung, der Bürger-Stiftung, der Peter Möhrle Stiftung und der Unfallkasse Nord. Sie sind super!

Ein besonderer Dank geht auch an Axel Grassmann von unserem Schulverein, der all die Überweisungen im Hintergrund liebevoll und geduldig in Auftrag gegeben hat und dafür gesorgt hat, dass unsere Coaches bezahlt wurden.