Verständnis füreinander entwickeln durch gemeinsames Feiern
9. März 2026
Beim gemeinsamen Iftar am 24.2. haben wir als Schulgemeinschaft mit Experten aus dem Christentum und dem Islam das Fastenbrechen der Muslime gefeiert. Es war ein besonderes Abend, denn jeder brachte etwas Leckeres zum Essen mit und an den Tischen war ein fröhliches Gemurmel zu hören. Lukas und Enes vom Fachrat für islamische Studien, aber auch Schwester Klarissa aus der Pfarrei Sankt Paulus und den VertreterInnen der syrisch-orthodoxen Gemeinde: Laila Baylan, Ritta Mialki und Josef Aydin betonten die Nähe zu Gott in dieser Zeit und das Mitgefühl mit dem Nächsten, das in Fastenzeiten besonders ausgeprägt ist.
In diesem Jahr fallen wie im letzten Jahr die Fastenzeiten der drei abrahamitischen Religionen zusammen. Juden fasten kurz vor Purim, dem Fest, an dem sie Königin Esther gedenken, die durch ihren Mut und ihr Fasten vor vielen Jahren dafür gesorgt hat, dass das jüdische Volk nicht umgebracht werden konnte. Christen befinden sich gerade in der Passionszeit, der Leidenszeit Jesu vor Ostern, in der sie oft auf Leckeres oder Liebgewordenes verzichten, um so an das Leiden Jesu zu denken und Gottes Stimme besser hören zu können. Muslime verzichten von Sonnenaufgang bis zum -untergang auf Essen und Trinken, weil es im Fastenmonat Ramadan vorgeschrieben ist, dass sie nichts zu sich nehmen dürfen als Akt des Gehorsams und im Gedenken an die Offenbarung des Korans.
Steigt man tiefer in die Bedeutung des Fastens ein, könnte man heftig diskutieren, ob das Fasten nun Pflicht ist oder nicht. Man kann aber auch die Gemeinsamkeiten feiern und sich darauf besinnen und sich am Miteinander in dieser besonderen Zeit freuen. Ich denke Letzteres, das ist an diesem Abend gelungen.
