Ein Abend – drei Theaterstücke der Oberstufe
30. März 2026
Am 07.04.2026 ab 18 Uhr findet erneut ein Theaterabend der Oberstufe in der Aula des KKGs statt. Insgesamt werden drei Stücke aufgeführt und du bist herzlich eingeladen.
Hier könnt ihr einen kleinen Vorgeschmack auf eins der Stücke bekommen:
"Bunker"
Ein Theaterstück über Angst, Macht und Menschlichkeit
Was passiert mit uns, wenn von einem Moment auf den anderen nichts mehr sicher ist?
Bunker zeigt eine Gruppe von Menschen, die durch einen plötzlichen Alarm in einen Schutzraum gedrängt wird. Was draußen geschehen ist, bleibt unklar und genau diese Ungewissheit setzt etwas in Gang: Fragen, Ängste und erste Spannungen. Schnell wird aus der Ausnahmesituation eine echte Belastungsprobe. Die Vorräte sind begrenzt, die Zeit nicht einschätzbar, und das Miteinander gerät ins Wanken. Wer behält den Überblick? Wer trifft Entscheidungen? Und wem kann man in so einer Situation überhaupt noch vertrauen?
Das Stück macht erfahrbar, wie fragil Zusammenhalt sein kann, wenn Druck entsteht und wie schnell sich Dynamiken in Gruppen verändern. Entstanden ist Bunker als Eigenproduktion des Theaterkurses S2/S4 unter der Leitung von Frau Syawash und Frau Warnecke.
Ein spannender Theaterabend, der nicht nur zuschauen lässt, sondern zum Nachdenken anregt.
„Die Räuber“
Friedrich Schillers „Die Räuber“ ist ein Drama aus dem Sturm und Drang. Wir bringen dieses spannende Drama um Eifersucht, Neid, Freiheit, Gerechtigkeit und Gewalt gekürzt und in moderner Sprache auf die Bühne.
Erzählt wird die Geschichte zweier ungleicher Brüder – der eine, Franz, lebt noch zu Hause im Schloss seines Vaters und ist eifersüchtig auf seinen Bruder Karl, der, so sieht es Franz, von seinem Vater mehr geliebt wird als er. Karl hat eine große Liebe, Amalia, die sich um seinen gebrechlichen Vater kümmert, er selbst studiert in einer anderen Stadt. Karl schafft es durch eine List, den Vater davon zu überzeugen, dass er seinen erstgeborenen Sohn Karl verstoßen muss. Karl, tief verletzt, schließt sich daraufhin einer Räuberbande an und wird ihr Hauptmann. Die jungen Leute wollen sich für die Gerechtigkeit einsetzen und Reiche ausrauben, sorgen aber auch für Gewalt und Chaos. Karl zweifelt zunehmend daran, ob das, was er tut, richtig ist. Amalia kann nicht glauben, dass ihr Karl überhaupt etwas Böses tun kann und steht unerschütterlich zu ihm. Als der alte Moor vermeintlich stirbt und sie erfährt, dass auch ihr Karl gestorben sein soll, ist sie am Boden zerstört… und Franz wittert seine Chance, Amalia zu erobern. Wir freuen uns, euch dieses kraftvolle und emotionale Stück präsentieren zu dürfen und euch nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken über die Frage anzuregen: Kann man das Richtige tun, wenn man den falschen Weg wählt?
„Stolpersteine“
Ein dokumentarisches Theaterstück, das in Billstedt spielt In „Stolpersteine“ rücken wir die Biografien von vier Familien in den Mittelpunkt, deren Stolpersteine in Billstedt verlegt wurden.
Schülerinnen und Schüler des KKG haben recherchiert, Filme über die Zeit geschaut und Orte des Gedenkens aufgesucht. Aus diesen Materialien entstanden szenische Collagen, die Stimmen, Fotos und behördliche Dokumente miteinander verweben. So wird Geschichte spürbar – als Teil unserer Nachbarschaft und unseres heutigen Zusammenlebens. Die Frage „Was hätte ich getan?“ zieht sich wie ein roter Faden durch alle Episoden. Warum dieses Stück? Stolpersteine sind mehr als Messingplatten im Gehweg: Sie verankern Biografien dort, wo Menschen lebten, liebten und arbeiteten. Das Stück lädt ein, hinzusehen, Fragen zu stellen und Verantwortung für ein respektvolles Miteinander zu übernehmen. Es ist ein Beitrag unserer Schulgemeinschaft zu einer Erinnerungskultur, die nicht anklagt, sondern verbindet. Vier Familien – vier Lebenswege Die eine Familie steht für ein lebendiges Gemeindeleben vor 1933: ein kleiner Laden, Nachbarn, die sich kannten – und der schleichende Ausschluss aus Alltag und Beruf. Ihre Geschichte erzählt von Mut, Zusammenhalt und der Frage, wie man Menschlichkeit bewahrt, wenn Regeln unmenschlich werden. Die andere Familie beleuchtet das Schicksal von Kindern und Eltern. Die Szene folgt ihrem Weg von Billstedt über Zwischenstationen bis zur erzwungenen Trennung. Eine weitere Familie macht sichtbar, wie Nachbarschaft reagiert: Hilfe, Wegsehen, Risiko. Wir rekonstruieren, wer Türen öffnete – und wer sie schloss. Eine letzte Familie zeigt, wie eine Mauer durch Familien geht und Radiohören zum Todesurteil wird. Ihre Stolpersteine erinnern daran, dass Erinnerung Arbeit ist – und Verantwortung.
