Als Profil auf Entdeckungstour in Krakau

Vom 7. bis zum 11. September 2026 unternahmen wir als Wirtschaftsinformatik-Profil eine

fünftägige Fahrt nach Krakau. Während der Reise beschäftigten wir uns mit der Geschichte der

Stadt sowie mit Informatik, Wirtschaft, Unternehmen und Studium. Außerdem hatten wir Zeit,

Krakau selbstständig zu erkunden und gemeinsam etwas zu erleben.

Montag - Ankunft und jüdisches Viertel

Während der nächtlichen Busfahrt nach Krakau schliefen wir, spielten oder schauten Filme. Nach

unserer Ankunft konnten wir noch nicht direkt in unser Hotel einchecken. Deshalb erkundeten wir

zunächst die Stadt in kleinen Gruppen und tauschten unser Geld bei einem Kantor in polnische

Złoty um.

Anschließend besuchten wir die Altstadt mit dem Rynek Główny, dem großen Marktplatz im

Zentrum Krakaus. Dort bekamen wir einen ersten Eindruck von der historischen Architektur und

dem Stadtbild.

Später besuchten wir das jüdische Viertel Kazimierz. Dort erfuhren wir mehr über die jüdische

Geschichte und das Leben der jüdischen Bevölkerung in Krakau. Wir sahen verschiedene

Synagogen. Außerdem beschäftigten wir uns mit der Verfolgung und Ermordung der jüdischen

Bevölkerung während des Zweiten Weltkriegs. Der Besuch war deshalb interessant, aber auch

ernst und nachdenklich.

Dienstag - Universität und CYFRONET

Am Dienstag besuchten wir die AGH University of Science and Technology. Dort erhielten wir

Informationen über verschiedene Studienbereiche. Es ging unter anderem um Informatik,

Wirtschaft und Medizin. Wir erfuhren, welche Studiengänge es gibt und wie ein Studium in Polen

abläuft.

Danach besuchten wir CYFRONET, ein Zentrum für wissenschaftliche Rechenleistung. Dort

bekamen wir Informationen über Supercomputer und ihre Einsatzmöglichkeiten. Besonders

interessant war es zu sehen, wie leistungsstarke Computer in der Forschung und bei

wissenschaftlichen Projekten eingesetzt werden.

Außerdem beschäftigten wir uns mit dem stationären Handel in Krakau und verglichen ihn mit

dem in Hamburg. Dabei stellten wir fest, dass es in Krakau sowohl traditionelle Geschäfte als

auch moderne Einkaufszentren und internationale Unternehmen gibt. Am Nachmittag gingen wir

noch einmal durch Kazimierz und ließen den Tag später an der Weichsel ausklingen.

Mittwoch – Technologiepark und Unternehmen

Am Mittwoch fuhren wir zu einem Technologie- und Wissenschaftspark. Dort besuchten wir

verschiedene Unternehmen und lernten ihre Arbeitsbereiche kennen. Dazu gehörten unter

anderem Nokia, Motorola, Lux Med und Solaris.

Die Mitarbeiter stellten uns ihre Unternehmen und verschiedene Berufe vor. Besuche im

Technologiepark vermittelten uns praxisnahe Einblicke, die einen direkten Bezug zu unseren

profilbezogenen Inhalten hatten. Ergänzt wurde das Programm durch eine spontane Führung im

polnischen Teilchenbeschleunigerzentrum Solaris, bei der wir die Beamline-Halle und das

Kontrollzentrum besichtigten und die Anlage mit dem DESY in Hamburg vergleichen konnten.

Dadurch bekamen wir einen Einblick in die Bedeutung von Technologie und Innovation für die

Wirtschaft.

Wir merkten jedoch auch, dass es nicht immer einfach war, direkt Informationen von den

Unternehmen zu bekommen. Viele Mitarbeiter waren mit ihren normalen Aufgaben beschäftigt

und verwiesen uns auf E-Mail-Kontakte. So lernten wir, dass Unternehmensrecherche in der

Realität manchmal schwieriger ist als eine Recherche im Internet.

Außerdem erfuhren wir, warum Krakau für viele Unternehmen attraktiv ist. Die Stadt hat zahlreiche

Universitäten und dadurch viele gut ausgebildete Fachkräfte. Auch die internationale Lage und die

guten Verbindungen zu anderen europäischen Städten machen Krakau zu einem wichtigen

Wirtschaftsstandort.Am Abend gingen wir gemeinsam zum Karaoke. Dort konnten wir singen, lachen und den Tag

entspannt ausklingen lassen. Bei einigen von uns kamen dabei ganz neue Seiten zum Vorschein.

Donnerstag – Wirtschaftsuniversität und freie Zeit

Am Donnerstag besuchten wir die Wirtschaftsuniversität Krakau. Dort informierten wir uns über

verschiedene Studiengänge und Fachrichtungen, zum Beispiel Management und Jura. Außerdem

erhielten wir einen Einblick in das Studentenleben und das Hochschulsystem in Polen.

Wir erfuhren, dass Universitäten nicht nur Orte zum Lernen sind, sondern auch eine wichtige Rolle

für die Wirtschaft einer Stadt spielen. Sie bilden qualifizierte Fachkräfte aus, die später in

Unternehmen arbeiten können. Gerade für einen Standort mit vielen internationalen Firmen und

Technologieunternehmen ist das ein großer Vorteil.

Außerdem wurde uns erklärt, dass Polen in einigen Bereichen mit einem Fachkräftemangel zu

kämpfen hat. Eine gute Ausbildung und attraktive Arbeitsmöglichkeiten können dazu beitragen,

dass junge Menschen im Land bleiben und dort arbeiten.

Nach dem Besuch an der Universität hatten wir freie Zeit. Wir konnten Krakau selbstständig

erkunden, Souvenirs kaufen oder Zeit mit unseren Mitschülerinnen und Mitschülern verbringen.

Freitag – Heimfahrt und Fazit

Am Freitagmorgen frühstückten wir noch gemeinsam und packten anschließend unsere Koffer.

Danach traten wir die Rückfahrt nach Hamburg an. Wir kamen sicher und sogar früher als

erwartet wieder zu Hause an.

Insgesamt war die Profilfahrt nach Krakau eine abwechslungsreiche und bereichernde Erfahrung.

Wir lernten die Stadt aus verschiedenen Perspektiven kennen – historisch, kulturell, wirtschaftlich

und technologisch. Besonders interessant waren die Besuche bei CYFRONET, an den

Universitäten und im Technologiepark, weil sie einen direkten Bezug zu unserem

Wirtschaftsinformatik-Profil hatten.

Neben den vielen Informationen hatten wir auch viel Spaß als Gruppe. Wir konnten neue Orte

kennenlernen, gemeinsame Erlebnisse sammeln und Krakau selbstständig entdecken. Deshalb

war die Fahrt nicht nur lehrreich, sondern auch eine schöne gemeinsame Erfahrung.