Als Profil auf Entdeckungstour in Krakau
28. September 2026
Vom 7. bis zum 11. September 2026 unternahmen wir als Wirtschaftsinformatik-Profil eine
fünftägige Fahrt nach Krakau. Während der Reise beschäftigten wir uns mit der Geschichte der
Stadt sowie mit Informatik, Wirtschaft, Unternehmen und Studium. Außerdem hatten wir Zeit,
Krakau selbstständig zu erkunden und gemeinsam etwas zu erleben.
Montag - Ankunft und jüdisches Viertel
Während der nächtlichen Busfahrt nach Krakau schliefen wir, spielten oder schauten Filme. Nach
unserer Ankunft konnten wir noch nicht direkt in unser Hotel einchecken. Deshalb erkundeten wir
zunächst die Stadt in kleinen Gruppen und tauschten unser Geld bei einem Kantor in polnische
Złoty um.
Anschließend besuchten wir die Altstadt mit dem Rynek Główny, dem großen Marktplatz im
Zentrum Krakaus. Dort bekamen wir einen ersten Eindruck von der historischen Architektur und
dem Stadtbild.
Später besuchten wir das jüdische Viertel Kazimierz. Dort erfuhren wir mehr über die jüdische
Geschichte und das Leben der jüdischen Bevölkerung in Krakau. Wir sahen verschiedene
Synagogen. Außerdem beschäftigten wir uns mit der Verfolgung und Ermordung der jüdischen
Bevölkerung während des Zweiten Weltkriegs. Der Besuch war deshalb interessant, aber auch
ernst und nachdenklich.
Dienstag - Universität und CYFRONET
Am Dienstag besuchten wir die AGH University of Science and Technology. Dort erhielten wir
Informationen über verschiedene Studienbereiche. Es ging unter anderem um Informatik,
Wirtschaft und Medizin. Wir erfuhren, welche Studiengänge es gibt und wie ein Studium in Polen
abläuft.
Danach besuchten wir CYFRONET, ein Zentrum für wissenschaftliche Rechenleistung. Dort
bekamen wir Informationen über Supercomputer und ihre Einsatzmöglichkeiten. Besonders
interessant war es zu sehen, wie leistungsstarke Computer in der Forschung und bei
wissenschaftlichen Projekten eingesetzt werden.
Außerdem beschäftigten wir uns mit dem stationären Handel in Krakau und verglichen ihn mit
dem in Hamburg. Dabei stellten wir fest, dass es in Krakau sowohl traditionelle Geschäfte als
auch moderne Einkaufszentren und internationale Unternehmen gibt. Am Nachmittag gingen wir
noch einmal durch Kazimierz und ließen den Tag später an der Weichsel ausklingen.
Mittwoch – Technologiepark und Unternehmen
Am Mittwoch fuhren wir zu einem Technologie- und Wissenschaftspark. Dort besuchten wir
verschiedene Unternehmen und lernten ihre Arbeitsbereiche kennen. Dazu gehörten unter
anderem Nokia, Motorola, Lux Med und Solaris.
Die Mitarbeiter stellten uns ihre Unternehmen und verschiedene Berufe vor. Besuche im
Technologiepark vermittelten uns praxisnahe Einblicke, die einen direkten Bezug zu unseren
profilbezogenen Inhalten hatten. Ergänzt wurde das Programm durch eine spontane Führung im
polnischen Teilchenbeschleunigerzentrum Solaris, bei der wir die Beamline-Halle und das
Kontrollzentrum besichtigten und die Anlage mit dem DESY in Hamburg vergleichen konnten.
Dadurch bekamen wir einen Einblick in die Bedeutung von Technologie und Innovation für die
Wirtschaft.
Wir merkten jedoch auch, dass es nicht immer einfach war, direkt Informationen von den
Unternehmen zu bekommen. Viele Mitarbeiter waren mit ihren normalen Aufgaben beschäftigt
und verwiesen uns auf E-Mail-Kontakte. So lernten wir, dass Unternehmensrecherche in der
Realität manchmal schwieriger ist als eine Recherche im Internet.
Außerdem erfuhren wir, warum Krakau für viele Unternehmen attraktiv ist. Die Stadt hat zahlreiche
Universitäten und dadurch viele gut ausgebildete Fachkräfte. Auch die internationale Lage und die
guten Verbindungen zu anderen europäischen Städten machen Krakau zu einem wichtigen
Wirtschaftsstandort.Am Abend gingen wir gemeinsam zum Karaoke. Dort konnten wir singen, lachen und den Tag
entspannt ausklingen lassen. Bei einigen von uns kamen dabei ganz neue Seiten zum Vorschein.
Donnerstag – Wirtschaftsuniversität und freie Zeit
Am Donnerstag besuchten wir die Wirtschaftsuniversität Krakau. Dort informierten wir uns über
verschiedene Studiengänge und Fachrichtungen, zum Beispiel Management und Jura. Außerdem
erhielten wir einen Einblick in das Studentenleben und das Hochschulsystem in Polen.
Wir erfuhren, dass Universitäten nicht nur Orte zum Lernen sind, sondern auch eine wichtige Rolle
für die Wirtschaft einer Stadt spielen. Sie bilden qualifizierte Fachkräfte aus, die später in
Unternehmen arbeiten können. Gerade für einen Standort mit vielen internationalen Firmen und
Technologieunternehmen ist das ein großer Vorteil.
Außerdem wurde uns erklärt, dass Polen in einigen Bereichen mit einem Fachkräftemangel zu
kämpfen hat. Eine gute Ausbildung und attraktive Arbeitsmöglichkeiten können dazu beitragen,
dass junge Menschen im Land bleiben und dort arbeiten.
Nach dem Besuch an der Universität hatten wir freie Zeit. Wir konnten Krakau selbstständig
erkunden, Souvenirs kaufen oder Zeit mit unseren Mitschülerinnen und Mitschülern verbringen.
Freitag – Heimfahrt und Fazit
Am Freitagmorgen frühstückten wir noch gemeinsam und packten anschließend unsere Koffer.
Danach traten wir die Rückfahrt nach Hamburg an. Wir kamen sicher und sogar früher als
erwartet wieder zu Hause an.
Insgesamt war die Profilfahrt nach Krakau eine abwechslungsreiche und bereichernde Erfahrung.
Wir lernten die Stadt aus verschiedenen Perspektiven kennen – historisch, kulturell, wirtschaftlich
und technologisch. Besonders interessant waren die Besuche bei CYFRONET, an den
Universitäten und im Technologiepark, weil sie einen direkten Bezug zu unserem
Wirtschaftsinformatik-Profil hatten.
Neben den vielen Informationen hatten wir auch viel Spaß als Gruppe. Wir konnten neue Orte
kennenlernen, gemeinsame Erlebnisse sammeln und Krakau selbstständig entdecken. Deshalb
war die Fahrt nicht nur lehrreich, sondern auch eine schöne gemeinsame Erfahrung.
